Filmvorführung und Workshop „Pride“

Gemeinsam mit

luden wir euch am 29.11.2018 zu einer Vorführung des Films „Pride“ ins Capitol ein.

Nach einer kurzen Einführung von Stefan Schoppengerd zur Bedeutung des britischen Bergarbeiterstreiks 1984/85 und seiner Auswirkungen starteten wir direkt in den Film, der die Geschichte einer Gruppe von schwulen und lesbischen Aktivist*innen aus London erzählt, die ein walisisches Bergarbeiterdorf im Streik unterstützen wollen. Als großes Highllight war einer der Gründer*innen der Gruppe „Lesbians and Gays support the MIners“, Ray Goodspeed, aus London angereist.

Im anschließenden Filmgespräch erzählte uns Ray, wie sie als ohnehin politische linke Aktivisten auf die Idee kamen, zwei ihrer Anliegen miteinander zu vereinen und damit auch ein Stück weit die lesbisch-schwule Community „politisierten“. Dabei beschrieb er auch seine Sicht auf Probleme, die im Film angerissen werden, wie etwa die Spaltungen zwischen Lesben und Schwulen. In der Diskussion zeigte sich auch die anhaltende Aktualität der unterschiedlichen angesprochenen Themenfelder, die am darauffolgenden Tag in einem Workshop näher beleuchtet wurden.

Im Anschluss an die Filmvorführung fand am Tag darauf ein Workshop mit Beiträgen von Ray Goodspeed (London / LGSM), Atlanta Ina Beyer (Uni Oldenburg), Mag Wompel (Labournet.de) zum Thema „Solidarität: Klassen- und „Identitätspolitiken“ zusammendenken“.

Die Veranstaltung macht zwei Dinge deutlich: zum einen zeigt eine Aufarbeitung des Films, wie aktuell auch historische Arbeits- und Identitätskämpfe noch heute sind. Zum anderen kann man am Format und den Veranstalter*innen sehen, dass Probleme häufig nicht nur eine kleine Gruppe betreffen. Wenn wir uns zusammentun und sie auch aus einer übergreifenden Perspektive betrachten, können wir an vielen Stellen mehr erreichen, als alleine zu kämpfen.